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  Nachbericht Airday Nordholz 2006
 
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Der Airday 2006. Monatelang habe ich diesem Tag entgegengefiebert. Kampfjets sind - warum auch immer - eine meiner großen Leidenschaften. Wahrscheinlich liegt das am Einfluss des Fernsehens, denn diese Leidenschaft begann, nachdem ich "Top Gun" gesehen habe. Ein übelst pro-amerikanischer Propagandaschinken... Na ja, lassen wir das.

Am 27.08.2006 war es dann soweit; der große Tag war endlich da. Da in Nordholz, das immerhin gute 3 1/2 Stunden vom Ruhrgebiet entfernt ist, schon um 9 Uhr die Tore geöffnet werden sollten, brach ich bereits um 5.30 Uhr auf. Zu meiner großen Freude (und etwas Überraschung) habe ich mit meiner Planung absolut richtig gelegen und war um Punkt 9 Uhr in Nordholz.

Am Parkplatz (einer riesigen Wiese, die durch Dauerregen doch ziemlich aufgeweicht war) angekommen, warteten bereits Busse der Bundeswehr auf den Ansturm der Besucher. Diese Busse sollten die erwartungsvollen Gäste zum eigentlichen Veranstaltungsort bringen, der verständlicherweise nicht mit dem Auto erreichbar war.

Von einem Zuschaueransturm war jedoch nichts zu bemerken, da der Wetterbericht für diesen Tag schwere Regenfälle vorhergesgt hatte. Zumindest vorerst war davon aber noch nichts zu sehen, so dass die Gäste gutgelaunt am Flugplatz eintrafen. Der Absetzpunkt lag ganze 200m von der Zuschauertribüne entfernt, was bei einigen bereits etwas älteren Gästen für eine gewisse Unmut sorgte...

Da es keinerlei Ausschilderung gab, mussten sich die Besucher ihren Weg zu den Flugzeugen selbst suchen. Ursprünglich waren unter anderem die amerikanische B-1 sowie die ebenfalls amerikanischen F-14 Tomcat und A-10 auf der Ausstellungsliste. Dank Vorabinformation via Internet erfuhr man jedoch schon Tage vorher, dass diese Flugzeuge nicht zu sehen sein würden. Somit entfielen zumindest für mich die Hauptattraktionen dieses Airdays. Die restliche Liste der ausgestellten Flugzeuge klang eher unspektakulär. Ich bin dennoch dort hin gefahren, da ich mir trotz der Vorhersage gutes Wetter und gute Fotos erhofft habe.

Im Gegensatz zum Großteil der Zuschauer ignorierte ich die verlockend aufgebaute Zuschauertribüne und begann, nach den verbliebenen Highlights wie der F-15 und F-4 Phantom zu suchen. Die F-15 war dann auch recht schnell gefunden. Dank des bis dahin wirklich tollen Wetters mit strahlendem Sonnenschein entstanden dort dann auch einige (ganz nette) Bilder. Geärgert hat mich nur, dass ständig irgendwelche Leute durch das Bild liefen. Aber gut, da es ja eine öffentliche Veranstaltung war, muss man so etwas einkalkulieren. Zu meiner Enttäuschung war von der F-4 Phantom nichts zu sehen, so dass ich mich stattdessen mit der E-3 Awacs zufrieden geben musste.Die Technik der E-3 wirkt zumindest optisch arg antiquiert, wovon ich mich mit eigenen Augen überzeugen konnte.
ein Bild
Cockpit der E-3 Awacs

Dank meines guten Timing verließ ich die E-3 genau rechtzeitig, um den Beginn des Flugprogramms mitzuerleben. Den Auftakt vor mittlerweile verdächtig grauem Himmel machte eine Viererstaffel, bestehend aus jeweils zwei P-3 Orion bzw. Brequet Atlantique. Diese Staffel beschränkte sich jedoch auf einen simplen Überflug; nichts spektakuläres also.
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Brequet Atlantique

Nachdem diese gelandet waren, kam der nächste Punkt der Flugvorführungen: Eine weitere Viererstaffel, dieses Mal Hubschrauber vom Typ Sea Lynx. Wieder nichts spektakuläres.

Da es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hatte, wurde das Flugprogramm vorerst eingestellt - aus Sicherheitsgründen. Es sollte nur eine kurze Unterbrechung sein, da die Veranstalter der Luftwaffe darauf hofften, dass sich das Wetter bessern würde.

So nutze ich die Zeit, um doch noch die F-4 Phantom zu suchen und - welch Freude - dann doch noch zu finden. Dort nutze ich die seltene Gelegenheit, dieses Flugzeug mal ganz ohne Menschen drumherum zu fotografieren, denn der überwiegende Teil der Veranstaltungsgäste hatte in einem Flugzeughangar Schutz vor dem Regen gesucht.

ein Bild
F-4 Phantom

So ganz nebenbei entdeckte ich dann noch den Panavia Tornado, der jedoch dank zwischenzeitlicher Wetterbesserung wieder von einigen Zuschauern umlagert war. Nachdem ich dort einige - dank der Zuschauer nicht besonders tolle - Bilder gemacht hatte, verschlechterte sich das Wetter jedoch schlagartig wieder.

Dabei musste ich dann feststellen, dass die Tragfläche des Tornado kein wirklich geeigneter Regenunterstand ist... Nachdem ich dort eine gefühlte Ewigkeit verbracht hatte, beschloß ich etwas depremiert, den Rückzug anzutreten und setzte mich in den nächsten verfügbaren Bus zum Parkplatz.

Dort angekommen sah ich dann mit einigem Entsetzen, dass sich der bereits zuvor sehr weiche Untergrund in Matsch und Schlamm verwandelt hatte. Einige ebenfalls Rückreisewillige hatten ihre liebe Not, den Parkplatz zu verlassen. Für die ganz hartnäckigen Fälle hatte die Luftwaffe einige Soldaten abgestellt, die den Autofahrern helfen sollten. Ich selbst hatte das Glück, nah an einem Schotterweg geparkt zu haben und ohne Probleme die Rückfahrt antreten zu können.

 
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