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  Buch-Top10
 
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Auch im Zeitalter von Zuschauerverdummung durch mediale Dauerberieselung gibt es noch Menschen, die ein Buch dem Fernsehen vorziehen. Diesen TV-geplagten Zeitgenossen möchte ich ein paar Bücher ans Herz legen, um ruhigen Gewissens auch mal den Fernseher ausgeschaltet zu lassen. Hirnakrobatik ist dabei nicht nötig; der Spaß am Lesen eines guten Buches soll im Vordergrund stehen.
                                                                                                                          
Daher habe ich meine persönliche Bücher-Top10 zusammengestellt, die ich hier nun vorstellen möchte. Auch wenn ich den einzelnen Büchern einen bestimmten Platz zugewiesen habe, ist die Reihenfolge nicht ganz so wichtig. Lediglich das auf Platz 1 vorgestellte Buch überragt  für mich alle anderen.                                                                                                                                                            
10. Dan Brown - Illuminati                                                                                                
Alle Welt schwärmt vom Nachfolger dieses Buches; "Das Sakrileg". Ich persönlich kann das nicht ganz nachvollziehen, denn "Das Sakrileg" weist für mich, verglichen mit seinem Vorgänger "Illuminati", doch einige Längen und Ungereimtheiten auf.
"Illuminati" entführt den Leser in die Welt von Robert Langdon, der gebeten wird, bei der Aufklärung eines geheimnisvollen Mordes zu helfen. Schon bald finden sich erste Spuren, und alles deutet darauf hin, dass der Mörder zu den Illuminati gehört; einer legendären Geheimgesellschafft. Bei der weiteren Suche nach dem Mörder findet sich Langdon schließlich sogar im Vatikan wieder...


9. J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe

Mit Fantasybüchern ist es ein bißchen wie mit Volksmusik - entweder man liebt sie oder man hasst sie. Volksmusik läßt meine Ohren bluten; bei "DHdR" werde ich dann aber doch schwach. Ich gebe zu, ich habe die Bücher erst gelesen, als ich den ersten Teil der Filmreihe schon gesehen hatte, war aber gleich der Meinung, dass der Film zwar sehr ordentlich ist, die Bücher aber deutlich besser sind. Über die Handlung der "Die Hobbits retten die Welt"-Saga muss ich wohl kaum noch was erzählen; wer die Filme bis jetzt nicht gesehen hat, dem ist so oder so nicht mehr zu helfen. Trotzdem noch mal eine ausdrückliche Empfehlung, auch die Bücher zu lesen, denn "Kopfkino" bietet allemal mehr kreative Freiheit als die paar Gestalten, die dort über den Bildschirm flimmern.


8. Mark Brandis - Alle 31 "Romane"

Ja, ich habe die Anführungszeichen dort oben absichtlich gesetzt, denn als Romane mag ich diese Bücher nicht bezeichnen. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Jugendbuchreihe der 1970/1980er Jahre, die in einer nicht besonders fernen Zukunft spielen.
Mark Brandis, der Titelheld, ist ein Raumschiffcommander der VEGA, der "Venus-Erde: Gesellschaft für Astronautik". Als sich im Jahre 2069 ein General an die Macht putscht und dabei übelste Methoden anwendet, ist eines für Brandis ganz klar - Widerstand ist erste Bürgerpflicht. Im Lauf der verschiedenen Bände gelingt es ihm und seiner Besatzung dann schließlich, wieder geordnete Machtverhältnisse zu schaffen. Doch wie sollte es anders sein, kaum ist die eine Bedrohung des interplanetarischen Friedens beseitigt, taucht auch schon die nächste am sternenübersäten Himmel auf...
Zugegeben, das klingt hier nicht sonderlich aufregend, liest sich aber wirklich gut. Die einzelnen Bände sind heute fast nur noch über Ebay zu bekommen, wo teilweise bis zu 100 € für die letzten Exemplare bezahlt wird. Mir hat aber ein kleines Vöglein zugezwitschert, dass die Bücher auch als PDF's im Netz rumschwirren und so manchen Esel zu strafbaren Handlungen verleiten...
Was mich damals bei diesen Büchern am meisten beeindruckt hat, ist ein Satz, der Brandis' Handlungsweise in allen Geschichten am besten ausdrückt: "WORAN DU GLAUBST, DAFÜR SOLLST DU LEBEN UND STERBEN". Na, das nenn' ich mal konsequent!

Weitere Infos gibt's unter www.markbrandis.de/



7. Stephen King - The Stand-Das letzte Gefecht

Kings Version der Apokalypse kommt mit rund 1200 Seiten daher und beschäftigt den interessierten Leser damit eine ganze Weile. Anfangs schleppt sich die Geschichte doch etwas daher, doch mit der Zeit gewinnt sie dann dermaßen an Spannung, dass man das Buch am liebsten kaum noch aus der Hand legen möchte.
Durch einen mutierten Supervirus wird dummerweise fast die gesamte Menschheit dahingerafft; es gibt nur wenige Überlebende. Diese müssen sich nun natürlich erst einmal mit der neuen Situation zurechtfinden. Nach einer gewissen Zeit sammeln sich die Überlebenden, um gemeinsam das System Menschheit zu resetten. Doch einige der Überlebenden haben Träume / Visionen, in denen sie sehen, dass es auch noch andere Überlebende gibt - und die haben nicht unbedingt die besten Absichten.
Das alles klingt zwar reichlich klischeehaft, ist dank Kings guter Schreibweise sehr spannend und äußerst empfehlenswert. Für mich Kings bestes Buch.


6. Tom Clancy - Befehl von oben

Clancy ist ein ehemaliger Versicherungsmakler, der irgendwann mal beschlossen hat, dass es nun an der Zeit sei, ein Buch in die Welt zu setzen. Bei diesem einen sollte es nicht bleiben; Clancy schrieb Welterfolge wie "Das Kartell" oder "Jagd auf Roter Oktober", die thematisch alle zur "Jack Ryan-Reihe" gehören.
"Befehl von oben" ist ebenfalls Teil dieser Reihe. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Tatsache, dass Clancy Jahre vor den Ereignissen des 11.9.2001 in seinem Roman ganz ähnliche Vorfälle geschehen läßt. Es geht zwar nicht um Osamas Terrorspinner, sondern um einen ziemlich angefressenen japanischen Airline-Piloten - aber das Ergebnis ist so ziemlich das gleiche.
Um die Bücher von Clancy zu lesen und vor allem geistig unbeschadet zu überstehen, sollte man sehr Propagandaresistent sein und das Geschwafel von "God's own Country" etc. einfach geflissentlich ignorieren. Wenn man das allerdings schafft, sind Clancys Romane wirklich sehr unterhaltsam und verschaffen unter anderem einen tieferen Einblick in die Funktionsweise der amerikanischen Politik bzw. Wirtschaft.


5. Wolfgang Hohlbein - Die "Der Hexer" - Reihe

Die Hexer - Reihe beschäftigt sich unter anderem mit dem uralten Cthulhu - Mythos und ist im England des späten 19. Jahrhunderts angesiedelt. Robert Craven, der "Held" der Reihe, hat zahlreiche Kämpfe mit den "großen Alten" und ihren Kreaturen auszufechten.
Keine Sorge, man muss nicht vorher H.P.Lovecraft gelesen zu haben, um der sehr unterhaltsam geschriebenen Geschichte problemlos folgen zu können; Hohlbein erklärt alles Notwendige ganz nebenbei. Sollte man die Reihe komplett gelesen haben, fallen einem auch haufenweise Seitenhiebe und Anspielungen auf.
Was ebenfalls sehr auffällt - und nicht nur in dieser Reihe - ist Hohlbeins Vorliebe für bestimmte Standardformulierungen. Nicht, dass die Geschichte dadurch schlechter wäre - aber die 550ste Erwähnung von "unheiligem Protoplasma" und "nichtmenschlicher Geometrie sinnverwirrender Art" ist schlicht und einfach nervtötend. Dennoch sind sämtliche Hohlbein - Bücher sehr unterhaltsam geschrieben.


4. Lothar-Günther Buchheim - Das Boot

Ich habe "Das Boot" auch in meiner Film-Top10 erwähnt. Das Buch schlägt den Film aber um Längen; wollte der Film der Romanvorlage gerecht werden, müsste er 20 Stunden lang sein.
Was im Film nicht erwähnt ist, ist Buchheims innere Auseinandersetzung mit dem Naziregime. Im Buch wird deutlich, dass Buchheim nicht unbedingt als linientreuer Nazi, der jede Entscheidung der Führung bereitwillig abnickt, bezeichnet werden sollte.
Buchheim läßt sich in seinem Roman, der bereits im II. Weltkrieg in einer sehr frühen Fassung unter dem Titel "Jäger im Weltmeer" erschien, viel Zeit und erhöht das Erzähltempo nur dann, wenn es dramaturgisch sinnvoll ist. So faßt er beispielsweise einen Angriff auf einen Tanker auf wenigen Seiten zusammen, während er sich für die Schilderung einer völlig ereignislosen und somit "langweiligen" Patrouillenfahrt doch deutlich mehr Zeit läßt, um den Gemütszustand der U-Bootfahrer deutlich zu machen. Wer sich auch nur im Geringsten für die Geschichte der U-Boote im II. Weltkrieg interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei.


3. Viktor Klemperer - Die Tagebücher 1933-1945

Bleiben wir direkt in der Zeit des Krieges. Viktor Klemperer, seines Zeichens Jude, erzählt in seinem Tagebuch, wie sich sein Leben unter den Nazis veränderte. Angefangen beim Berufsverbot, endet sein Zeitzeugenbericht im Jahre 1945.
Das große "Problem" bei dieser Veröffentlichung ist, dass es ursprünglich als privates Tagebuch gedacht war und daher Namen und Personen auftauchen, ohne näher erläutert zu werden - was für Klemperer ja auch sinnlos gewesen wäre; hätte er die Personen nicht gekannt, wären sie nicht in seinem Tagebuch aufgetaucht. Wer allerdings bereit ist, sich ein wenig einzulesen, erhält einen Zeitzeugenbericht erster Güte.


2. Terry Pratchett - Gevatter Tod

Nach dieser mit erhobenem Zeigefinger ausgesprochenen Empfehlung wenden wir uns nun wieder angenehmeren Dingen zu.
Terry Pratchett ist der Erfinder der Scheibenwelt; einer Welt, die von 4 auf dem Rücken der gigantischen Schildkröte Groß-A'Tuin stehenden Elefanten getragen wird. Da die Scheibenwelt eine Welt mit viel "freier" Magie ist, geschehen dort die seltsamsten Dinge. In diesem speziellen Roman beschließt TOD, dass er dringend einen Lehrling braucht, um Urlaub machen zu können. TOD ist stets am Wesen der Menschen interessiert, kann aber deren Verhalten nie verstehen, da ihm dazu "die nötigen Drüsen" fehlen. Dennoch versucht er das Wesen der Menschen zu ergründen - die Menschen, denen er normalerweise begegnet, weisen allesamt einen beklagenswerten Mangel an Vitalität auf...
Nachdem er einen geeigneten Kandidaten für die Lehrlingsstelle gefunden und eingearbeitet hat, betraut er diesen zum ersten Mal mit der PFLICHT. Doch Mort, besagter Lehrling, versaut den Job - was TOD lieber nicht erfahren sollte, da er gerade im wohlverdienten Urlaub weilt. Folglich muss sich der arme Azubi einiges einfallen lassen, um seinen Fehler wieder auszubügeln...



Und hier Platz 1 meiner Bücher-Top10:

Ken Follett - Die Säulen der Erde

Die Geschichte dieses Romans spielt im England des frühen 12. Jahrhunderts. Tom Builder, ein Baumeister, ist mit seiner Familie auf Wanderschaft. Seine Frau ist hochschwanger und steht kurz davor, ihr drittes Kind zur Welt zu bringen. Doch die Builders sind mitten im Wald, fernab jeglicher menschlicher Behausungen. Bei der Geburt des Kindes stirbt die Mutter, und Tom und seine beiden anderen Kinder, die das Neugeborene nicht allein versorgen können, beschließen, es im Wald zu lassen und weiterzuziehen.Nach kurzer Zeit kommen Tom jedoch Zweifel, und so machen sich Tom, Alfred und Martha auf den Weg, um den ausgesetzten Säugling zu holen. Doch das Kind ist nicht mehr da. Der Verzweiflung nahe wandern die drei weiter und landen in einem Kloster, in dem sie Philipp, den jungen Prior kennenlernen. Doch auch Philipp hat keine Arbeit für den Baumeister. Dafür aber einen kleinen Säugling...

Philipp seinerseits wird bald darauf in die Machtkämpfe innerhalb der englischen Kirche hineingezogen und verhindert so ganz nebenbei den Sturz des Königs. Inzwischen hat er zwar viele Freunde, aber eben auch einige Feinde.

"Die Säulen der Erde" ist ein hervorragendes Buch, das alles hat, was ein gutes Buch braucht - Verrat, Lügen, Liebe, Gewalt. Besonders die Intrigen von Phillips Erzfeind Waleran Bigod bringen den Leser des öfteren dazu, die Faust in der Tasche zu ballen. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen; selbst denjenigen, die sich normalerweise nicht im geringsten für mittelalterliche Geschichte oder die Kirche interessieren. Lest es, ihr werdet es nicht bereuen!!!!!!
 
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